INNERER FILM

Analoge Fotografie, Spiegeldrucke
2019-2020 | 33 x14 cm | 150x100cm

ARIANE GRABHER | Ein gut gefüllter Kühlschrank und Tiere, die anschaffen gehen

Auf einem sehr persönlichen Erlebnis basiert die ebenfalls neue Reihe „Innerer Film“. Darin verarbeitet Marko Zink den Abschied vom erinnerungsbehafteten Elternhaus, als dem Ort seiner Herkunft, das 2020 verkauft wurde. Seine Großmutter, die „Seele des Hauses“, die Mutter und die fünf Tanten, die alle in dem Haus wohnten, haben den Künstler sehr geprägt und ihnen allen widmet er diese abgeschlossene Reihe. Zwölf Motive auf und in Handspiegeln gedruckt und wiederum gespiegelt, sodass sich ein Paar ergibt, das in der Anordnung an Schmetterlingsflügel denken lässt, verweisen auf die Metamorphose, sind aber auch eine Hommage. Marko Zink: „Wir alle sind nur Reflexionen, auch Abbild des Gegenübers, in dem wir uns nicht nur tagtäglich spiegeln, sondern wohl ein ganzes Leben lang.“ Den Abschluss der Reihe bildet die Fotografie „Morgenstern der finstern Nacht“, die unmittelbar vor dem Verlassen des Elternhauses, als letztes Bild, entstanden ist. Darauf ist der Künstler zu sehen, der an dem Montafonertisch sitzt, der jahrelang das Zentrum des Hauses und der Treffpunkt für die Familie war.

Ausstellungsbesprechung erschienen in der Zeitschrift für Kultur und Gesellschaft | Nr. 10 – 2021